Studentenwettbewerb mit "Spirit" erfolgreich abgeschlossen

Eines der Hauptgebiete in einem Architekturstudium ist das Entwerfen. Dabei sind die Möglichkeiten, erste Entwurfsgedanken für andere sichtbar zu machen durchaus unterschiedlich. Eindrucksvolle Grafiken entstehen beispielsweise durch das Freihandzeichen. Es erfordert, genau wie beim technischen Zeichnen, neben der geduldig zu lernenden Technik viel Talent, Routine und auch Erfahrung.

Der größte Nachteil aber zeigt sich später: Bei Änderungen im Entwurf verliert das Bild seine Gültigkeit. Denn wenn gekratzt oder radiert wird, sieht es schnell unprofessionell aus. Zeitgemäß bietet sich daher eine ganz andere Technik an, die Ideen schnell und ohne viel Aufwand umzusetzen und präsentierbar auf das Blatt zu bekommen: die digitale Visualisierung. Neben einer nahezu unendlichen Farbvielfalt und fotorealistischen Texturen überzeugen solche Entwürfe auch mit lebensechtem Schattenwurf und viel Zubehör, wie beispielsweise Autos, Bäumen, Menschen oder Stadtmobiliar. Im sensiblen Zusammenspiel spiegeln diese Elemente ein perfektes Bild des Entwurfgedankens wider.

Außerdem können Änderungen schnell ausgeführt und Ansichten aus jedem gewünschten Blickwinkel erzeugt werden. Mit denkbar geringem Zeitaufwand entstehen so eindrucksvolle Pläne. Dazu kommt die einfache Konstruktionsdarstellung mit Details, bei Bedarf ebenfalls in drei Dimensionen. Für diejenigen, die es wirklich wissen wollen, gibt es sogar eine detaillierte Kostenaufstellung für den Entwurf.


SketchUp und Spirit als kostenlose Studentenversionen

Es lohnt sich also, bereits zu Beginn des Studiums die wichtigen Programme als Studentenversionen einzusetzen und den Umgang mit CAD zu erlernen. Softtech stellt den Nachwuchsarchitekten mit der Studentenversion von "SketchUp" und der neuesten Version des umfangreichen CAD-Programms Spirit zwei mächtige Werkzeuge als kostenlose Studentenversionen für ein perfektes Arbeiten von der Entwurfsfindung bis zur Abgabe zur Verfügung.

Kathleen Rauch, Architekturstudentin an der FH Kaiserslautern, nutzt diese Werkzeuge sehr intensiv. Von Anfang an war ihr klar, dass große und komplizierte Entwürfe nur mit dem Rechner realisiert werden können. Klar war ihr auch, dass sie erst einmal Zeit in das Erlernen der Programme investieren musste und dass nicht sofort alles klappt. Daher informierte sie sich bereits zu Beginn des Studiums über CAD-Programme und entschied sich nach umfassender Auswahl für Spirit. Gleich ihren ersten Entwurf des Studiums zeichnete sie damit: Wenn die erste Entwurfsidee einmal im Rechner sei, alle Änderungen, Versuche und Details gezeichnet seien, dann habe man durch dieses Arbeiten bereits ein tolles Grundlagenwissen über die Programme. Alles Weitere komme durch Nachlesen, meistens aber durch Ausprobieren Stück für Stück dazu. Bei Spirit falle dies besonders leicht, weil es wirklich einfach zu bedienen sei, alles mitbringe, was ein modernes CAD-System auszeichnet, und über eine ausgezeichnete Onlinehilfe verfüge, die direkt im Befehl weiterhilft, ohne dass man lange suchen oder nachschlagen müsse. Und wenn sie tatsächlich mal gar nicht mehr weiter wusste, hatte man beim Hersteller immer ein offenes Ohr für sie, berichtet die Studentin.

Im Laufe des Studiums hat Kathleen Rauch immer mehr dazugelernt und war im 5. Semester daher sehr gut auf die neue Entwurfsaufgabe vorbereitet: Zusammen mit drei Kommilitoninnen erarbeitete sie einen städtebaulichen Wettbewerb, der die Sanierung und damit auch die Reanimierung des großen Stadtviertels "Burgfeldquartier" in Speyer als Aufgabe hatte.


Um überhaupt an diese Aufgabe herangehen zu können, wurde im Vorfeld mit SketchUp, dem wirklich einfach zu bedienenden Modelling-Programm, das zu planende Areal nachgezeichnet. Rasch waren der Lageplan eingescannt, als Fläche in SketchUp eingefügt und die städtebauliche Struktur dreidimensional "hochgezogen". Es sei so einfach wie schnell: Während die Studenten früher aufwändig mit Pappmodellen gearbeitet haben und viele Nächte mit Schnibbeln und Kleben verbrachten, erstellten sie mit wenigen Handgriffen das komplette Geländemodell, erklärt Kathleen Rauch begeistert. Innerhalb kürzester Zeit hatten die Studentinnen eine flexible und sehr genaue Vorlage, um unterschiedliche Entwurfsideen in das städtebauliche Grundmodell einzufügen und zu vergleichen.

Als das städtebauliche Konzept fertig war, wurde ein Gebäude detailliert geplant. Dazu hat Kathleen Rauch den SketchUp-Entwurf in Spirit importiert. Beide Programm arbeiten mit einer speziellen Schnittstelle so eng zusammen, dass alle wichtigen Informationen für die nächsten Planungsschritte in das CAD-Programm übernommen werden. Weil die vier Studentinnen nicht immer zur gleichen Zeit arbeiten konnten, haben sie meistens alleine daheim am Rechner gesessen und sich nur einmal pro Woche getroffen, um die aktuellen Probleme und Aufgabenverteilungen zu besprechen. Die Planungsunterlagen sandten sie einander per E-Mail zu. Probleme beim Datenaustausch gab es nicht, da Spirit über hervorragende Schnittstellen, zum Beispiel für DWG und DXF, verfügt, so dass die Daten in nahezu jedem Dateiformat verlustfrei ex- und auch importiert werden. So konnte jeder bei freier Zeiteinteilung seine Aufgaben erledigen.

Kathleen Rauch sollte einen Gebäudeentwurf als Teilaufgabe des gesamten städtebaulichen Projekts genauer planen. Mit den intelligenten Bauteilen in Spirit zeichnete sie direkt in drei Dimensionen. Über den Bauteilbrowser suchte sie sich passende Fenster und Türen aus, die einfach in die Wände "hineingelegt" wurden. Für die visuell denkenden Studentinnen spielten aber die Farbgestaltung und das Layout eine noch viel wichtigere Rolle. Jedes Gebäude in einem Wettbewerb müsse natürlich funktionieren. Die Präsentation sei aber ebenfalls von enormer Wichtigkeit, denn das Auge isst mit und jede Jury lasse sich von gutem Präsentationsmaterial beeindrucken, berichtet Kathleen Rauch. Wichtig beim Zeichnen seien daher eine möglichst große Farbauswahl und ein einfaches Layouten gewesen, damit die Pläne den großen Anforderungen entsprachen.


Mit Spirit bietet Softtech eine nahezu unerschöpfliche Auswahl an Farben an. So viele Farbstifte hat kein Student. Diese Vielfalt erlaubt sensible Farbtonabstufungen und ermöglichte den Studentinnen ein stilvolles Kolorieren der Wettbewerbsunterlagen. Sie konnten so nicht nur Füllflächen, sondern auch Linien, Texte und alle anderen Zeichnungselemente nach eigenen Wünschen farblich genau definieren. Farbverläufe, in denen mehrere Farbwerte kombinierbar sind, ermöglichen attraktive Übergänge. Allen Farben können die Lernenden beliebige Transparenzen zuweisen, damit darunter liegende Zeichnungsobjekte sichtbar bleiben. Mit dieser großen Farbvielfalt haben die Studentinnen auch Bebauungs- und Flächennutzungspläne imponierend koloriert.

Mit diesen Features verwirklichten die Studentinnen ihre eigenen Farbvorstellungen und gestalteten hochwertige Präsentationsunterlagen für die strenge Jury. Kathleen Rauch layoutete in Spirit die Präsentationsblätter wie auf einem Zeichentisch, ohne weitere Grafikprogramme verwenden zu müssen. Denn mit der Referenztechnik lassen sich verschiedene Dateien und Zeichenobjekte auf diesen "Zeichentisch" laden. Grundrisse, verschiedene Ansichten und Schnitte in unterschiedlichen Maßstäben sowie dreidimensionale Objekte und Details vereinte sie aus mehreren Dateien auf einem "Blatt", gestaltete sie dort farblich und setzte sie effektiv in Szene. Nach der Fertigstellung der Pläne wurde von Kathleen Rauch einfach ein DIN A0-Planrahmen in die Zeichnung eingefügt, in dem alle Objekte enthalten waren. Natürlich hätte sie auch mehrere kleinere Blattformate auf dem Zeichentisch nebeneinander legen können, um Objektgruppen einzeln auszudrucken. Die fertigen Präsentationspläne wurden dann ausgedruckt. Als PDF-Datei hat sie die Daten per E-Mail an ihre Kommilitoninnen verschickt. Unter Berücksichtigung sämtlicher Anforderungen, Auflagen und Aufgabenstellungen entstand ein Städtebaukonzept, das angefangen von den sozialen Verhältnissen der Bewohner über die detaillierte Infrastruktur bis hin zu den städtebaulichen Aspekten alle wichtigen Inhalte einer solchen Arbeit zeigte. Honoriert wurde das Ergebnis schließlich mit mit einem Geldpreis.

Die Suche nach der richtigen Entwurfsidee wird natürlich kein CAD-Programm übernehmen können. Wer aber als Student über den Tellerrand schaut, wird schnell merken, dass "da Draußen" ohne ein CAD-Programm gar nichts funktioniert. Es geht beim CAD-Zeichnen während des Studiums daher nicht nur um grafische Höhepunkte, sondern auch darum, sich nach dem Diplom mit überzeugendem CAD-Wissen bewerben zu können und sich so schnell in der Berufswelt zu etablieren. Einen kleinen Namen haben sich die vier Studentinnen mit diesem Wettbewerb schon mal gemacht.