Blobmeister - First Built Projects

Was im Produktdesign üblich ist, übernimmt nun auch die Architektur: Man entwirft Freiformflächen, die nicht herkömmlicher karthesianischer Geometrie entstammen, sondern mit spezieller High-End-Software entwickelt werden - und führt sie aus. Die ersten innovativen Bauten zeugen von der Experimentierfreudigkeit der jungen Büros, in den USA verächtlich "Blobmeister" genannt. Elf Beispiele aus Europa, den USA und Japan zeigen, daß Cyberkünstler keine realitätsfernen Träumer sind, sie machen aber auch die Macht des Faktischen bei der "Feuertaufe des Bauens" deutlich. Denn erst die realisierte Architektur beendet den Zustand der Alternativen und Möglichkeiten, der in jedem Entwurf impliziert ist. Zahlreiche Darstellungen von der Entwicklung der Entwürfe und Modelle über Werkstattaufnahmen und Baustellenbilder dokumentieren den komplexen Weg hin zu den fertiggestellten Bauwerken, für die neuartige Materialien und Fertigungsmethoden eigens erfunden und produziert werden mußten. Thematische Essays geben einen Einblick in die Geschichte des "Blob", seine bisherigen Einflüsse auf die architektonische Kultur sowie einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungspotentiale. Eine beigefügte CD-ROM zeigt die dynamischen Darstellungen.

Mit Essays von
Antonino Saggio, Peter Zellner, Marcos Novak, Dagmar Richter, Harald Kloft und Andreas Ruby.

Architekten:
Bernhard Franken & ABB Architekten, Frankfurt;
Jakob + MacFarlane, Paris;
objectile SARL, Paris;
EEA Associated Architects, Rotterdam;
Oosterhuisassocates, Rotterdam;
Zaha M Hadid Studio, London;
Frank O. Gehry & Associates, Inc., Santa Monica CA;
Beucker Maschlanka + Partner Architekten, Düsseldorf;
Michael McInturf Architects, Cincinnatti OH;
LynnFORM, Venice CA;Garofalo Architects, Chicago IL;
Asymptote ArchitectureNew York NY;
Kolatan MacDonald, New York NY;
Makoto Sei Watanabe, Tokyo.


Peter Cachola Schmal
2001, Verlag: Birkhäuser, 256 S.,
ISBN-13: 978-3764365721


Geschichte(n) im Netzwerk von Jakob Krameritsch

Was passiert mit Geschichte, wenn sie sich in hypertextuelle Netzwerke verstrickt? Der Historiker und erfahrene Hypertextpraktiker Krameritsch nähert sich dieser Frage mit medien- und kulturhistorischem Rüstzeug. In Auseinandersetzung mit der typographischen Informations- und Kommunikationstechnologie in der Frühen Neuzeit wird ein heuristsicher Rahmen entwickelt, der für jedwede Untersuchung einer "Medialität von Wissen" fruchtbar gemacht werden kann.

Hypertext, eine Schlüsseltechnologie des WWW, geht mit der Versprechung einher, Dokumente und Menschen zu vernetzen. Entpuppt sich dies nun als Mythos, als eine auf das Medium projizierte naive Heilserwartung oder stellen hypertextuelle Spezifika vielmehr zentrale Paradigmen künftiger wissenschaftlicher Tätigkeiten dar?

Die kritische und liebevolle Annäherung an Möglichkeiten und Grenzen der "Spielwiese Hypertext" für die (Geschichts-)Wissenschaften und deren Rezipient/inn/en bietet nicht zuletzt zahlreiche Anregungen für den Einsatz von Hypertext im (hoch-)schulischen Unterricht.

Jakob Krameritsch ist Historiker und lehrt an der Akademie der bildenden Künste Wien sowie an der Universität Wien; er war und ist an der Entwicklung zahlreicher Webprojekte beteiligt, u.a. bei www.pastperfect.at , das 2004 mit dem Förder- und Publikumspreis des MEDIDA-PRIX ausgezeichnet wurde. 


Jakob Krameritsch
2007, Medien in der Wissenschaft, Bd. 43, 328 Seiten, br.,
ISBN 978-3-8309-1835-6, 29,90 EUR


Smart(home) Control: Mehrfachnutzung vorhandener Haustechniken im Bestand von Werner Harke

Das Buch wendet sich an alle, die ihre Wohnung ohne großen Aufwand vernetzen möchten bzw. die Planung und Ausführung dafür übernehmen. Der Leser wird über alle relevanten Technologien informiert und bekommt darüber hinaus wertvolle Praxisbeispiele vermittelt.


Werner Harke
2007, Verlag: Müller (C.F.), Heidelberg, 1. Auflage, 134 S.,
ISBN-13: 978-3788078010


Digitale Welt und Gestaltung. Ausgewählte Schriften zur Gestaltung

An den Hochschulen für Design und Kunst im deutschen Sprachraum entwickelt sich das Designstudium zur wissenschaftlichen Disziplin. Der wohl wichtigste Akteur in diesem Umfeld ist Tom s Maldonado.Bevor er zum Rektor der HfG Ulm (Hochschule für Gestaltung) gewählt wurde, trat er mit einer Neuausrichtung der Grundlehre hervor. Er setzte an die Stelle der Orientierung auf Begabungen und die handwerkliche Entfaltung von Talenten - wie Max Bill sie vom Bauhaus her mitbrachte, eine Konzeption, die auf wissenschaftlichem Problembewusstsein und Problemlösungsverhalten basierte. Damit hat er die Designausbildungen weltweit maßgeblich beeinflusst. Dieser Band enthält eine Auswahl einer wichtigsten Essays und Aufsätze zu Problemen von Umwelt und Gestaltung, moderner Zivilisation, Technologie und Kultur, die bisher nicht in deutscher Sprache vorlagen.


Tomas Maldonado, Gui Bonsiepe
2007, Verlag: Birkhäuser, 1. Auflage, 421 S.,
ISBN-13: 978-3764378226


UN Studio. Designmodelle, Architektur, Urbanismus, Infrastruktur

In den 17 Jahren, in denen das Architekturbüro von Ben van Berkel und Caroline Bos besteht, hat UN Studio Projekte realisiert, die sich durch ihre einzigartige Verbindung von digitalem Design und ausgefallenen Formen und Materialien auszeichnen. Fließende Formen und flexible Konzepte sind die Markenzeichen des Amsterdamer Büros. Beispielhaft hierfür ist das Möbius-Haus im niederländischen Het Gooi, ein Gebäude, dessen Infrastruktur auf der Idee des Möbius-Bandes beruht.

Diese Monografie zu einem der gegenwärtig innovativsten und international erfolgreichsten Architektur- und Designbüros gliedert sich in drei konzeptuelle Bereiche, in denen die Gebäude und Projekte von UN Studio detailliert in Wort und Bild präsentiert werden von der Idee, über den Entwurf, bis hin zum realisierten Ergebnis.

Erstmalig liegen sämtliche Arbeiten von Van Berkel&Bos und UN Studio und somit einige der aufregendsten Beispiele geplanter und gebauter Architektur in einem Band zusammengefasst vor. Die Bandbreite dieser Arbeiten reicht von Wohnhäusern in den Niederlanden bis hin zu Einkaufzentren unter anderem in Seoul; von Stadtplanungen und öffentlichen Gebäuden, wie dem noch in Realisierung befindlichen Bahnhof Arnhem Central oder der National Library in Singapur, bis hin zu Brücken-, Kirchen- und Museumsbauten, wie dem spektakulären Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart, das im Frühjahr 2006 seine Pforten öffnet. Mit Texten u.a. von Ben van Berkel, Caroline Bos, Daniel Birnbaum, Hans-Ulrich Obrist.


Ben van Berkel, Caroline Bos
Auflage: 1 (Juni 2006), Verlag: Niggli, 399 S.,
ISBN: 978-3721205824


Buy Me a Mercedes-Benz

Das Buch ist mehr als nur das Dokument eines bemerkenswerten Projekts. Es zeigt das Ergebnis der engen Zusammenarbeit unterschiedlicher Experten an einem faszinierenden Bauvorhaben: dem Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart. Grundlage der Planung des Gebäudes war ein einzigartiges Design-Modell: ein digital programmiertes, dreidimensionales Kleeblatt. Durch die Implementierung dieses Modells ist ein Gebäude entstanden, das mit vielen der aktuellen Standards in der Architektur bricht.

"Buy Me a Mercedes Benz"gibt einen Einblick in die Ideen und Konzepte, die hinter dem Museum stehen, zeichnet den Entstehungsprozess nach und führt den Leser durch die Ausstellung. Ziel des Buches ist, dem Besucher zu ermöglichen, das Gebäude mit nach Hause zu nehmen; der Leser kann seinen Gang durch das komplexe Museumsgebäude nachempfinden und sich die Ausstellungsexponate in Erinnerung rufen.


von Ben van Berkel, Caroline Bos, Thomas Thiemeyer
2006, Verlag: Actar d, 1. Auflage: 1, 576 S.,
ISBN-13: 978-8496540361


Workflow: Struktur - Architektur, Architecture - Engineering

Die beiden Frankfurter Ingenieure Klaus Bollinger und Manfred Grohmann sind in der Tragwerksplanung tätig, verstehen sich aber keineswegs als Statiker, sondern vielmehr als kreative Entwurfspartner der Architekten. Sie realisierten zahlreiche Arbeiten im Rahmen von Wohngebäuden, Büro-, Geschäfts-, Ausstellungs- und Veranstaltungsbauten, Brücken und Hochhäusern, u.a. zusammen mit Frank O. Gehry, Hans Hollein, Toyo Ito, KSP, Kazuyo Sejima und Claude Vasconi.

In den sechs Essays des ersten Teils wird die spezifische Form der Zusammenarbeit zwischen Bollinger + Grohmann und besonders engen Partnern dargestellt. Ein zweiter Teil dokumentiert 25 ausgewählte Arbeiten, wobei die Konstruktion im Mittelpunkt steht. 


Peter Cachola Schmal, Peter Cachola Schmal
2004, Verlag: Birkhäuser, 224 S.,
ISBN-13: 978-3764370954


Towards integrated design of context-sensitive interactive systems

Das interdisziplinäre Design-Organisation-Media-Forschungslabor (DOM) veranstaltete am 21. und 22. März 2003 eine Konferenz mit international renommierten Fachleuten. Thematisiert wurde der Einfluss der digitalen Technologie auf den Entwurfs- und Baufertigungsprozess in den Bereichen Städtebau, Architektur und Industrial Design. In den Räumlichkeiten der Kunstuniversität Linz und des Ars Electronica Centers fanden Vorträge und Präsentationen folgender Referenten statt:

Florian Böhm / TU Berlin (D)
Markus Braach / ETH Zürich (CH)
Bill Buxton / Buxton Design (CDN), etekt, inc. / (USA)
Bernhard Franken / Franken Architekten (D)
Oliver Fritz / ETH Zürich (CH)
Urs Hirschberg / TU Graz (AT)
Hiroshi Ishii / MIT Media Lab(USA)
Winy Maas / MVRDV (NL)
Pau de Solà-Morales Serra / Havard University GSD (USA)
Markus Neppl / KCAP (NL)
Kas Oosterhuis / (NL)
Wilfried Posch / University of Arts (AT)
Oliver Schürer / TU Viennna (AT)
Michael Shamiyeh / DOM (AT)
Dennis R. Shelden / Director of Computing Frank Gehry Partners (USA)
Makoto Sei Watanabe / Makoto Sei Watanabe Architects' Office (JAP)
Marta Male-Alemany / SCI-ARC Southern California Institute of Architecture (CA)

Gegenstand dieser Konferenz war die Auseinandersetzung mit der Frage, inwieweit die Errungenschaften der digitalen Technologie auf die Architektur und den Städtebau einen Einfluss haben, sowie die Theamatisierung der Relevanz von neuen Entwicklungen im Umgang mit gegenwärtigen Bedingungen.An aktuellen Entwurfs- und Produktionsprozessen ist zu erkennen, dass die Errungenschaften im Bereich der digitalen Technologie nicht ohne Einfluss auf die Architektur geblieben sind. Darüber hinaus ist heute nicht mehr zu übersehen, dass sich die Einsatzpalette der digitalen Technologie nicht mehr auf die Erstellung nahezu perfekt anmutender Visualisierungen von Entwürfen oder auf das maschinelle Generieren organischer Formen beschränkt. Denn der Computer ist weit mehr als nur eine einfache/primitive Zeichenmaschine oder technisches Hilfsmittel in der Realisation von Entwürfen. Er ist heute vor allem ein Instrument, das das Analysieren, Bewerten und Generieren von Entwürfen rechnerisch unterstützt, die simultane und kontinuierliche Integration von unzähligen am Entwurfs- und Produktionsprozessen beteiligten Personen auf eine vollkommen neue Art und Weise einfacher gestaltet. Effektive Interaktionen zwischen Kunden (Konsumenten) und Architektur werden aufgrund der Möglichkeit, individuelle Eingaben mit Projektdatenbanken zu verbinden, entstehen.

Diese neuen technologischen Möglichkeiten bedingen auch eine veränderte Vorstellung von Architektur:

Einerseits, da die Autorschaft des Architekten in einer neuen Form in Frage gestellt bzw. gänzlich ausblendet wird: Denn versuchten Architekten nach der Moderne mit Entwurfsmethoden wie etwa der Anwendung surrealistischer automatischer Prozesse, mit der Konstruktion von schreibenden Maschinen, der Überlagerung historischer Informationen oder der Projektion der psychophysiologischen Verfassung des Autors der subjektiven Autorschaft zu entkommen, so geschieht dies nun automatisch in einem interaktiven und integrativen Entwurfsprozess.

Andererseits, da ein interaktiver und integrativer Entwurfsprozess die pragmatische Umkehrung der Entwurfsansätze der sechziger Jahre zur Folge hat: Synthetisierte damals die Typologie, Struktur und Formengrammatik der Architektur noch den universell geglaubten gemeinsamen Nenner der zukünftigen Bewohner und Nutzer, so ist heute der Architekt in der Lage, den Entwurf parametrisch zu formulieren. Das bedeutet, er programmiert die prinzipielle Entwurfsidee und gibt Variations- und Interaktionsmöglichkeiten frei, so dass das Grundmodell von Kunden per Computer nach eigenen Wünschen variiert werden kann. Dadurch entsteht entgegen der Gefahr serieller Eintönigkeit ein für den jeweiligen Kunden spezifischer individueller Entwurf. Aufgrund dieser Themenstellung gliederte sich die DOM-Konferenz in die drei prinzipiellen Themenschwerpunkte Parametrisches Entwerfen, Kollaboratives Entwerfen und Digitales Entwerfen.